Die Glaubensgrundsätze von TFI

The Family International (TFI) ist


Eine internationale christliche Gemeinschaft, darauf ausgerichtet, die Botschaft der Liebe Gottes mit allen Menschen weltweit zu teilen. Wir glauben daran, dass jeder durch Jesus Christus  mit Gott eine persönliche Beziehung herstellen kann, die Glück und Seelenfrieden mit sich bringt und zudem motiviert, anderen zu helfen und die Gute Nachricht Seiner Liebe zu verbreiten. Unsere wesentlichen Glaubenseinstellungen sind weitläufig die gleichen, wie sie von Christen weltweit vertreten werden; wir haben aber auch einige nicht herkömmliche Lehren. Unsere Anwendung des wesentlichen Prinzips von Gottes Gesetz der Liebe, das Jesus lehrte, Gott zu lieben und unseren Nächsten wie uns selbst, von dem Er sagt, dass es das „ganze Gesetz und die Propheten erfüllt“, (Matthäus 22:37-40) ist ein prägender Charakterzug unseres Lebens und Glaubens.

 

Das Wort Gottes


Gottes Wort ist der Eckstein unserer Überzeugungen und unseres Handelns. Wir glauben, dass die Bibel das Wort Gottes ist, geschrieben von gläubigen Menschen, die vom Heiligen Geist inspiriert waren. Ihre zeitlosen Grundsätze sind die Basis unseres Glaubens, und Seine Wahrheit ist die Basis der Botschaften, die wir mit anderen teilen.

Wir glauben, dass Gott ein lebendiger Gott ist, der weiterhin zu Seinem Volk spricht und Seine Botschaft durch neue Offenbarungen, Prophezeiungen, geistige Direktiven und Ratschläge vermittelt.

Gottes Wort erklärt Seinen Plan für die Menschheit. Es lehrt, wie man in Harmonie mit Gott und anderen lebt Es lenkt unser Handeln und die Entscheidungen, die wir treffen und ist unabdingbar für unser geistiges Starkwerden und Wachsen.

  • Johannes 1:1; Matthäus 24:35; Johannes 8:31–32; Matthäus 4:4; Römer 10:17, 15:4; Apostelgeschichte 2:17; Amos 3:7; Sprüche 1:23
     

Gott


Wir glauben an einen Gott, der das allmächtige, allwissende, allgegenwärtige ewige Wesen ist, das das Universum und alles darin erschaffen hat und bewahrt. Die Bibel lehrt, dass Gott Geist ist (Johannes 4:24) und das Gott Liebe ist. (1. Johannes 4:8) Wir glauben, dass Er jeden Menschen mit einer ewigen, nie endenden Liebe liebt und umsorgt, und dass Er danach trachtet, mit jedem Mann, jeder Frau und jedem Kind  eine persönliche Beziehung einzugehen.

Gott besteht immerwährend in der Dreieinigkeit dreier erkennbarer doch untrennbarer Personen: Gott der Vater, Jesus, der Sohn und der Heilige Geist.

  • Jesaja 43:10,11; Johannes 4:24; 14:23, 1. Johannes 4:19, 5:7; 1. Korinther 8:6; Offenbarung 4:11
     

Jesus Christus


Gottes Liebe für die Welt war so groß, dass Er Seinen einen und einzigen Sohn gab, Jesus Christus, um der Welt Errettung zu bringen und die Menschheit in Seiner Liebe zu unterrichten. Jesus ist die Manifestation der Liebe Gottes und ertrug den Tod am Kreuz, um die Sünden der Menschheit wieder gut zu machen, und damit sie sich mit Gott wieder versöhnen kann. (Jesaja 53:4-6)

Wir glauben, dass Jesus auf übernatürliche Weise vom Heiligen Geist gezeugt und von der Jungfrau Maria geboren wurde. Er nahm menschliche Form an und lebte das Leben eines Menschen, damit Er ein Mittler zwischen Gott und den Menschen werden könnte. (1. Timotheus 2:5) Drei Tage nach Seinem Tod am Kreuz war Seine Wiederauferstehung und 40 Tage später Seine Himmelfahrt. (Apostelgeschichte 1:3) Wir glauben, dass Er in der Zukunft auf die Welt zurückkommen wird, um Sein Königreich der Liebe und Gerechtigkeit auf Erden zu errichten. (Offenbarung 11:15)

  • Timotheus 3:16; Johannes 1:14; Philipper 2:5–11; Hebräer 4:14–15; 2. Korinther 5:21; 1. Petrus 2:24–25; 1. Korinther 5:3–6; Matthäus 28:18; Apostelgeschichte 1:9–11
     

Der Heilige Geist


Bevor Jesus gen Himmel fuhr, versprach Er Seinen Nachfolgern, den Heiligen Geist zu senden, um sie in ihrem geistigen Leben und ihrer Beziehung mit Gott zu stärken und immer bei ihnen zu bleiben. (Johannes 14:16)

Der Heilige Geist leitet die Gläubigen in alle Wahrheit, hilft ihnen Gottes Wort zu verstehen, steht ihnen im Gebet bei und bemächtigt sie, vom Evangelium von Jesus Christus zu anderen zu bezeugen (Apostelgeschichte 1:8). Wir glauben, dass jeder Gläubige vom Heiligen Geist erfüllt werden kann, einfach dadurch, dass er Gott darum bittet. Die Gegenwart des Heiligen Geistes kann sich im Leben des Gläubigen in verschiedenen geistigen Gaben manifestieren, unter anderem Weisheit, Erkenntnis, Glaube, Heilung, Wunder und Prophezeiung. (1. Korinther 12:4-11)

Wir glauben, dass der Heilige Geist die femininen und mütterlichen Charakterzüge der Dreieinigkeit Gottes repräsentiert und die Gläubigen tröstet und umsorgt.

  • Johannes 16:7,13; Apostelgeschichte 1:5,8; Johannes 14:15–18,26; Lukas 11:13; Römer 8:26–27; 1. Korinther 12:4–11; Sprüche 8:1,23,30
     

Die Schöpfung


Wir glauben, dass Gott das Universum gemäß der biblischen Schöpfungsgeschichte erschuf. Gott formte den ersten Mann und die erste Frau nach Seinem Ebenbild und blies in sie den Atem des Lebens. (1. Mose 2:7) So wurden sie durch göttliche Schöpfung und nicht durch zufällige Evolution zu lebendigen Seelen. Gottes sichtbare Schöpfung spricht ein deutliches Zeugnis Seiner unsichtbaren Existenz. (Römer 1:20)

Wir glauben, dass Gott der Menschheit die Verantwortung aufgetragen hat, für die Erde und ihre Bewohner Sorge zu tragen.

  • 1. Mose 1:1,26-27, 2:15; Psalm 8:4-8, 33, 6-9; Jeremias 32:17, Hebräer 11:3

 

Errettung aus Gnade


Wir glauben, dass Gott den ersten Mann und die erste Frau ohne Sünde geschaffen hat. Er gewährte ihnen die freie Wahl, und sie verfielen der Sünde nach ihrer Entscheidung, Gott nicht zu gehorchen. Nachdem so die Sünde in die Welt gekommen war, sind alle Menschen von Geburt auf Sünder geworden (Römer 5:12-14) und trennten sich dadurch von Gott. Doch Gott versöhnte sich mit den Menschen in seiner unermesslichen Liebe und Gnade dadurch, dass Er der Welt Seinen einzigen Sohn gegeben hat, “damit jeder, der an Ihn glaubt nicht verloren wird, sondern das ewige Leben hat.“ (Johannes 3:16) Wir glauben deshalb, dass jedem, der Gottes Vergebung für Sünden durch Jesus Christus angenommen hat, vergeben wird, er erlöst wird und er für immer im Jenseits in Gottes Gegenwart leben wird.

Errettung (Erlösung von der Sünde) ist eine Gabe der Liebe Gottes, Seiner Gnade und Vergebung und man kann sie nur durch den Glauben an Jesus erhalten. „Nicht aus Werken der Gerechtigkeit, die wir getan haben, sondern durch seine Gnade rettete er uns.“ (Titus 3:5) Mit dem Erhalt der Gabe der Errettung, ist der/die Gläubige für immer gerettet; nach dem Tod wird seine/ihre Seele für immer im Himmel leben. „Ich schenke ihnen das ewige Leben, und sie werden niemals umkommen, und niemand wird sie meiner Hand Entreißen können.“ (Johannes 10:28) Gläubige bleiben allerdings fehlbare Menschen, die Gottes Vergebung brauchen, aber trotz ihrer Fehler und Sünden werden sie niemals ihre Errettung verlieren.

  • 1. Mose 3:17–19; 1. Korinther 15:21–22; Römer 3:23, 6:23; Epheser 2:7–9; 1. Johannes 1:8; Apostelgeschichte 4:12; 1. Johannes 5:12; Römer 5:8–9, 8:38–39
     

Glaube


Die Bibel spricht davon, dass Gott diejenigen ehrt und belohnt, die sich Ihm im Glauben annähern. (Hebräer 11:6) Glaube wächst und wird durch das Studieren des Wortes Gottes gestärkt, (Römer 10:17) und ein lebendiger Glaube ist einer, der sich in Taten verwandelt. Wir glauben, dass unser Glaube in jedem Aspekt unseres Lebens und unserer zwischenmenschlichen Beziehungen einbezogen werden sollte. „Der Gerechte wird seinen Glauben leben.“ (Römer 1:17)

Wir glauben, dass Gott sich um jedes Seiner Kinder kümmert und Er bemüht ist, sie zu leiten, zu unterstützen, zu trösten, zu stärken und zu versorgen. Unser Glaube gibt uns die Kraft, im Vertrauen auf Ihn die Herausforderungen des  Lebens anzugehen, auch wenn wir nicht immer verstehen, warum und wieso Er die Schwierigkeiten zulässt, mit denen wir konfrontiert sind. Wenn wir unser Leben, unsere Hoffnung und Zukunft in Seine liebevollen Hände befehlen, vertrauen wir, dass Gott Seine Versprechen uns gegenüber erfüllen wird.

Er wird alles, was denjenigen im Leben widerfährt. die Ihn lieben, zum guten Ende führen. (Römer 8:28)

  • Hebräer 11:1,6; Markus 9:23; Matthäus 8:24–26; 2 Korinther 5:7; Matthäus 9:29; Hebräer 10:35; Sprüche 3:5–6; Jesaja 55:8–11; Psalm 27:13–14, 23:1–4, 34:15,17–19, 91:14–16
     

Ein Leben führen, das der Liebe Gottes entspricht


Wir glauben, dass das Leben eines Christen ein lebendiges Beispiel der Liebe Gottes in Wort und Tat sein sollte. Unser Leben sollte die geistigen Tugenden widerspiegeln, die in der Bibel aufgezählt werden: Liebe, Freude, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstkontrolle. (Galater 5:22-23)

Wir halten uns an die Anweisung der Schrift, weder „die Welt noch das was von der Welt ist zu lieben.“ (1. Johannes 2:15) Wir verstehen das so, dass der Gläubige versuchen sollte, alle Bestreben der säkularen Gesellschaft zu vermeiden, die sich nicht mit den Lehren von Christus  vereinbaren lassen, genauso wenig wie mit Haltungen und Werten einherzugehen, die Gottes Lehren entgegengesetzt sind.

Auch wenn wir des festen Glaubens sind, dass Errettung für ewig ist und nicht verloren gehen kann, ungeachtet dessen, was eine Person macht, so kann doch unser Handeln, wenn es nicht im Einklang mit Jesu Gebot ist, Gott und andere zu lieben, dazu führen, dass wir uns von Ihm entfernen. Wir glauben daran, Jesu Fußspuren folgen zu sollen, gemäß der Richtlinien Seines Wortes zu leben und persönliche Schwächen und Sünden zu überwinden, die in unserer Beziehung mit Ihm und anderen störend wirken würde.

Da unser Körper dem Herrn gehört und der Tempel ist, in dem der Heilige Geist wohnt, glauben wir, dass Christen auch danach streben sollten, einen gesunden Lebensstil zu führen. (1. Korinther 6:19-20)

  • 1. Johannes 2:5–6; Jakobus 2:26; 1. Johannes 2:15–17; Römer 12:1–2; Sprüche 16:6; Jakobus 3:17–18
     

Kommunikation mit Gott


Gebet ist der Weg, auf dem wir mit Gott kommunizieren. Durch Gebet  bezeugen wir unsere Abhängigkeit vom Herrn; wir verleihen unserem Lob und Dank Ausdruck; wir präsentieren unsere Bitten für das, was uns oder anderen fehlt.

Wir glauben, dass Gebet keineswegs ein bloßes Ritual ist, sondern dass es ein vor Leben sprühender Teil unserer Beziehung mit Gott sein sollte. Gebet kann Gottes Kraft gemäß Seines Willens freimachen und Antworten, Versorgung, Genesung, Trost, Seelenfriede und Wunder bewirken. Jesus sagt: „Was du im Gebet bittest, glaube daran, dass du es erhalten wirst, und du wirst es bekommen.“ (Markus 11:24)

Wir glauben, dass Gott bemüht ist, mit den Menschen zu kommunizieren. Er wünscht sich, in jedem Leben gegenwärtig zu sein, um Führung anzubieten, Mut zu machen und anzuleiten. Er spricht zu den Herzen aller, die Ihn suchen, sowohl auf unmerkliche Weise als auch und in sichtbaren Zeichen Seiner Gegenwart.

Gott hat versprochen, Seinen Kindern Sein Wort durch Seinen Geist bekannt zu machen (Sprüche 1:23). Die Fähigkeit, direkte Botschaften von Gott zu erhalten, wird in der Bibel als die Gabe der Prophezeiung bezeichnet. Prophezeiung ist ein Geschenk des Heiligen Geistes, das den Gläubigen zur Verfügung steht und eine aktive Rolle in ihrem Alltag spielen kann. (Apostelgeschichte 2:17)

  • Jeremias 33:3; Johannes 14:13–14; Matthäus 7:7–8; 1. Johannes 5:14–15; 1. Thessalonicher 5:17; Römer 12:6; Apostelgeschichte 2:17–18; Sprüche 3:5–6; Epheser 5:20; Psalm 34:1
     

Der Große Auftrag


Christen sind von Christus beauftragt, die Gute Nachricht Seiner Liebe und Errettung anderen zu vermitteln. (Markus 16:15) Gottes Liebe und Errettung durch Jesus sind ein Geschenk für die ganze Menschheit und dafür bestimmt, freizügig an andere abgegeben zu werden. Wir glauben, dass Christen alle Schichten der Gesellschaft mit Gottes Botschaft erreichen sollten, in einer Art, die mit christlichen Werten harmoniert.

Jesus hat Seinen Nachfolgern darin ein Beispiel gegeben, dass Er nicht nur geistige Wahrheiten lehrte, sondern sich auch Menschen zuwandte, die in Not waren, einschließlich der Armen und Benachteiligten Seiner Zeit. Wir glauben, dass Christen ebenfalls danach trachten sollten, die zu trösten, die in Not sind, ihnen zu helfen und für sie da zu sein.

  • Matthäus 28:19–20; 2. Timotheus 4:2; Daniel 12:3; Apostelgeschichte 26:18; Matthäus 5:14,16; Lukas 9:1–2; Matthäus 10:8; Sprüche 3:27, 19:17; 1. Korinther 16:14
     

Die Gemeinschaft des Glaubens


Wir glauben, dass die Kirche eine geistige Körperschaft ist, die aus all denen besteht, die an Jesus Christus glauben. Die Gemeinschaft der Christen wird nicht von sichtbaren Gebäuden, Konfessionen oder Einrichtungen bestimmt, sondern ist vielmehr eine Gemeinschaft des Glaubens, verbunden im Geist und in der Liebe.  „Gott ist Geist und diejenigen, die ihn anbeten müssen Ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“ (Johannes 4:24)

Wir glauben, dass die Beschreibung im Neuen Testament, wie die Urkirche eng miteinander Gemeinschaft hatte, ihre gemeinsamen Anstrengungen und ihre geistige Einheit, nicht nur als geschichtlicher Bericht anzusehen ist, sondern als ein Modell für nachfolgende Generationen von Gläubigen.

Mitglieder von TFI sind Teil einer weltweiten Gemeinschaft des Glaubens und betrachten sich selbst als Brüder und Schwestern im Geist, verbunden im Glauben und im Ziel. Wir glauben daran, dass genauso wie Jesus Sein Leben für uns gelassen hat, „sollen auch wir unser Leben für unsere Brüder einsetzen.“ (1. Johannes 3:16) und in der Freiheit, einander in Liebe dienen. (Galater 5:13) Als Christen sollten wir harmonisch mit anderen zusammenarbeiten, um Gottes Liebe mit der Welt zu teilen und die Lebensqualität der Menschheit zu steigern.

  • 1. Petrus 2:5; Epheser 2:19–22; 1. Korinther 12:12–14; Apostelgeschichte 2:46; 1. Johannes 1:7; Psalm 133:1; 1. Petrus 4:8; Johannes 15:13
     

Die Braut Christi


Die Beziehung zwischen Gott und Seinem Volk – Christus und Seiner Kirche – wird in der Bibel mit der eines Bräutigams und seiner Braut gleichgesetzt. Die Bibel sagt uns, „Dein Schöpfer ist dein Ehemann. Sein Name ist Herr, der Allmächtige!“, (Jesaja 54:5) und Paulus spricht davon: „Als … Braut habe ich euch dem einen Bräutigam, Christus, versprochen.“ (2. Korinther 11:2)

Wir glauben, dass die Metapher der Ehe, wie sie in der Bibel benutzt wird, um die intime Beziehung zwischen Jesus und Seiner Kirche zu beschreiben, die leidenschaftliche Vereinigung von Herz, Verstand und Seele wiedergibt, die Jesus mit jedem Seiner Nachfolger anstrebt.

  • Hosea 2:19–20; Jesaja 61:10, 62:5; Epheser 5:25; Offenbarung 19:7–9
     

Jüngerschaft


Christliche Jüngerschaft wird von der Verpflichtung charakterisiert, den Lehren Jesus zu glauben und ihnen zu folgen. „Wenn ihr euch nach meinen Worten richtet, seid ihr wirklich meine Jünger.“ (Johannes 8:31) Wir glauben, dass Jesus auch heute noch die Gläubigen auffordert, Ihm zu folgen und gemäß Seiner Lehren zu leben. Sein Aufruf zum Dienen bleibt im Wesentlichen unverändert seit dem Appell an die Fischer am Ufer von Galiläa vor langer Zeit: „Kommt mit und folgt mir nach. Ich will euch zeigen, wie man Menschen fischt!" (Matthäus 4:19)

Die Evangelien stellen das Leben Jesu und das Seiner engsten Jünger als Beispiel dar, die sich ihren Dienst für Gott zur Lebensaufgabe gemacht haben. Wir glauben, dass Gott die Menschen heute immer noch zu einem Leben ruft, das sich dem Dienst für Ihn verschrieben hat. Die Art und das Ausmaß, wie sie ihre Zeit und Energie Christus widmen, ist eine Angelegenheit des persönlichen Glaubens und der persönlichen Überzeugung.

  • Lukas 9:23–24; Johannes 8:31–32, 15:16, 12:26; Markus 8:34–38
     

Gottes Gesetz der Liebe


Wir glauben, dass Gottes Gesetz der Liebe, wie es in Matthäus 22:35-40 erklärt wird, jeden Aspekt des Lebens eines Christen und seiner Beziehungen mit anderen bestimmen sollte. Ein Experte im mosaischen Gesetz stellte Jesus mit dieser Frage auf die Probe: „Meister, welches ist das wichtigste Gebot im Gesetz von Mose?“ Jesus antwortete: „ ‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben, von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken!‘ Das ist das erste und wichtigste Gebot. Ein weiteres ist genauso wichtig: ‚Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.‘ Alle anderen Gebote und alle Forderungen der Propheten gründen sich auf diese beiden Gebote.“ Deshalb glauben wir, dass die Handlungen eines Christen von uneigennütziger, opferbereiter Liebe bestimmt sein sollten – der Liebe Gottes für unseren Nächsten.

Gottes Gesetz der Liebe ist die äußerste Erfüllung des Gesetzes der Bibel, einschließlich der Zehn Gebote, da es die Absicht dieser Gesetze erfüllt. „Denn das ganze Gesetz lässt sich in dem einen Wort zusammenfassen: ‚Liebe deinen Nächsten wie dich selbst‘.“ (Galater 5:14) Aus diesem Grund glauben wir, dass Christen durch die Errettung durch Jesus und Sein Gesetz der Liebe vom mosaischen Gesetz im Alten Testament befreit sind und es zu befolgen für sie nicht länger erforderlich ist. Stattdessen sind sie einem höheren Gesetz verpflichtet – dem Gesetz der Liebe Christi, das alle ihre Beziehungen mit anderen bestimmen sollte.

  • Römer 13:8–10; Jakobus 2:8; Galater 2:16, 3:23–25; Johannes 13:34; Römer 10:4; Matthäus 5:38–46
     

Das Abendmahl


Das Abendmahl, auch Kommunion genannt, ist eine einfache Feier, die Jesus von Seinen Nachfolgern erbat, sie im Gedenken an Sein Opfer für die Menschheit abzuhalten. (1. Korinther 11:25) Gläubige haben Teil am Brot, das gebrochen wird, um zu zeigen, wie der Körper Jesu gebrochen worden war, um unsere Körper zu heilen. Der Wein zeigt Sein Blut, das für die Vergebung unserer Sünden vergossen worden war. Wir glauben, dass durch das Leiden Christi und Seinen Tod am Kreuz, Gott Vorkehrungen getroffen hat, nicht nur um die Seelen der ganzen Menschheit zu retten, sondern auch, um unsere körperlichen Gebrechen zu heilen.

  • Matthäus 26:26–28; Lukas 22:17–20; Johannes 6:51; 1. Korinther 11:23–26; Jesaja 53:5
     

Das Leben hiernach


Wir glauben, dass jeder Mensch eine ewige Seele hat, und wenn er stirbt, seine Seele in das Jenseits geführt wird, wo sie für ihr Verhalten in ihrem Leben auf der Erde belohnt oder gerichtet wird und sie ihrem entsprechenden Platz im Jenseits zugewiesen wird.

Gott hat einen Platz im Himmel von ewiger Schönheit, Friede und Freude für alle vorbereitet, die an Jesus Christus glauben (1. Korinther 2:9) und Sein Geschenk der Errettung annehmen. „Er wird bei ihnen wohnen und sie werden sein Volk sein und Gott selbst wird bei ihnen sein. Er wird alle ihre Tränen abwischen, und es wird keinen Tod und keine Trauer und kein Weinen und keinen Schmerz mehr geben.“ (Offenbarung 21:3-4)

Auch wenn der Eintritt zum Himmel ein Geschenk ist, glauben wir, dass die Belohnung, die Gläubige im Jenseits erhalten werden, von ihrem Handeln auf Erden abhängt und davon, ob sie im Einklang mit Gottes Gesetz der Liebe lebten.

Die Bibel sagt: „Denn er möchte nicht, dass auch nur ein Mensch verloren geht, sondern dass alle Buße tun und zu Ihm umkehren“ (2. Petrus 3:9) und, dass Jesus zu den gefangenen Seelen und den Toten predigte. (1. Petrus 3:18-20,4:6) Wir glauben, dass Er bemüht bleibt, alles mit Ihm in Einklang zu bringen. (Kolosser 1:20) Wir sind nicht der Meinung, dass alle, die sterben, ohne Jesus Christus als ihren Retter angenommen zu haben, automatisch in die Hölle geworfen werden – ein Ort von Trostlosigkeit und Leid – oder für ewig von Errettung und Erlösung ausgeschlossen bleiben. In Seiner Liebe, so glauben wir, wird Gott auch die weiterhin lieben, die ohne Errettung sterben und Er wird versuchen, sie zur Erkenntnis der Wahrheit zu bringen. (1.Timotheus 2:4)

  • Johannes 14:1–3; 1. Petrus 1:3–5; 2. Korinther 5:1–2; 1. Timotheus 2:4, 4:10; Offenbarung 20:11–13; Römer 5:18,21; 2. Korinther 5:10,18–19; Römer 8:18; Offenbarung 22:12; 1. Korinther 3:13–15
     

Engel und verstorbene Gläubige


Engel sind mächtige geistige Wesen, von Gott erschaffen und dazu bestimmt, über die Menschheit zu wachen. Es gibt viele Beispiele ihres Eingreifens in der Bibel, um zu schützen, zu helfen und Botschaften an Gottes Volk zu verkünden, und wir glauben, dass sie heute in dieser Eigenschaft immer noch tätig sind.

Wir glauben, dass zusätzlich zu den Engeln, Gott auch die Seelen verschiedener verstorbener Gläubige bemächtigt hat, Seinem Volk zu dienen und Botschaften zu bringen. Ein Beispiel davon findet sich in dem biblischen Bericht, in dem die dahingeschieden Propheten, Moses und Elia, erscheinen und mit Jesus beratschlagen. (Lukas 9:28–31) Paulus bezieht sich auf die verstorbenen Gläubigen als „eine große Wolke von Zeugen“ die über diejenigen auf der Erde wachen. (Hebräer 12:1)

  • Psalm 34:7, 91:11–12; 2. Könige 6:15–17; Apostelgeschichte 12:7–11; Matthäus 1:20–24; Lukas 2:9–15; Offenbarung 19:10; Hebräer 12:22–23
     

Geistiger Krieg


Wir glauben, dass es eine geistige Ebene gibt, unsichtbar für die gegenständliche Welt, die von Gott und Seinen Engeln und Geistern bewohnt wird, aber auch von Satan (dem Teufel), dem Feind aller Gerechtigkeit. Satan und seine böswilligen Geister stehen in Rebellion mit Gott und sind die Verursacher eines Großteils des Übels und Leids, mit dem die Menschheit aller Zeitalter behaftet gewesen ist.

Wir glauben, dass im Geist zwischen Gut und Böse, zwischen Gott und Seinen guten Kräften und Satan und seinen schlechten Kräften ein erbitterter Krieg ausgefochten wird, in dem jeder versucht, die Seelen und Herzen der Menschheit und den Lauf der Geschichte zu beeinflussen.

Wir glauben daran, dass Christen im geistigen Kampf eine Rolle spielen können, in der Art, wie sie Entscheidungen treffen und handeln, um die Belange von Gottes Königreich weiterzubringen. Andere wiederum fördern die Belange der Kräfte des Bösen, um Glaube und Gutes zu unterdrücken. (Epheser 6:12)

Die Bibel sagt voraus, dass Satan und seine Kräfte zum guten Schluss vernichtet werden und Gottes Plan für die Menschheit triumphieren wird. (Offenbarung 20:1–3,10) Jesu Königreich wird letztendlich auf Erden errichtet werden und „Die ganze Erde ist jetzt zum Reich unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird in alle Ewigkeit herrschen.“ (Offenbarung 11:15)

  • Apostelgeschichte 26:18; Lukas 10:18; 1. Petrus 5:8; Offenbarung 12:7–9; 1. Johannes 3:8; 1. Korinther 10:3–5; Epheser 6:11–12
     

Göttliches Eingreifen


Die Bibel verzeichnet viele übernatürliche Ereignisse von Gott, die jeder Erklärung entbehren. Wir glauben, dass Gott in der Geschichte in die normale Welt eingegriffen hat, um übernatürlich die Umstände und Bedingungen zu ändern, und Er handelt so auch heute noch, um Seine Liebe und Macht zu beweisen.

Als Jesus auf der Welt war, drückte Er Seine Liebe den Menschen gegenüber nicht nur darin aus, dass Er sie geistig und seelisch heilte, sondern Er wirkte auch Wunder, um den Hungrigen Essen zu geben und die erkrankten oder verkrüppelten Körper der Menschen zu heilen. „Jesus Christus, ist derselbe Heute, Gestern und für immer“, (Hebräer 13:8) und deswegen glauben wir, dass Er heute immer noch Wunder wirkt.

  • Matthäus 4:23–24, 10:1; Markus 16:17–18; Matthäus 8:16–17; Lukas 7:12–16; 1. Korinther 12:7–10
     

Die Schlüssel des Himmelreiches


Wir glauben, dass die geistigen Gaben, die Jesus Seinen ersten Jüngern gab, Seinen Nachfolgern heute zur Verfügung stehen. Da Jesus sagte, „Ich werde dir die Schlüssel zum Himmelreich geben. Was du auf der Erde bindest, wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf der Erde öffnest, wird auch im Himmel offen sein“, (Matthäus 16:19) glauben wir, dass Er buchstäblich die geistigen Schlüssel des Himmelreiches Seinen Nachfolgern vererbte, die wiederum größeren Zugang zu Seiner Macht repräsentieren. Gläubige können sich im Gebet auf die Schlüssel des Himmelreichs berufen, um Gottes Eingreifen auszulösen, um in jedweder gegebenen Situation gemäß Seinem Willen einzuschreiten.

  • Matthäus 18:18; Lukas 10:19; Offenbarung 1:18
     

Familien


Wir glauben, dass Gott die Einheit der Familie als Grundstein der Gesellschaft geschaffen hat. Er bestimmte Familien dazu, ihr Leben miteinander zu verbringen, einander zu unterstützen und zu helfen. Familien sind wichtig, um Kinder aufzuziehen und zu versorgen.

Kinder sind ein Geschenk des Herrn, mit denen Er uns segnet und die Er uns anvertraut, „Kinder sind eine Gabe des Herrn, und Leibesfrucht ist ein Geschenk.“ (Psalm 127:3) Wir glauben, dass es die Verantwortung christlicher Eltern ist, sich liebevoll um ihre Kinder zu kümmern, ihnen göttliche Prinzipien und Wertvorstellungen zu vermitteln und Respekt und Liebe für Gott und andere. (Epheser 6:4)

Wir glauben, dass Gott den Bund der Ehe zwischen Mann und Frau geschaffen hat und dass die Ehe die ideale Beziehung ist, um stabile Familien zu formen. Gläubige, die sich verheiraten, treten vor Gott in einen Bund, in dem sie sich dazu verpflichten, sich gegenseitig zu lieben und füreinander und die Kinder verantwortlich zu sein. (Matthäus 19:4-6)

  • Psalm 68:6; Epheser 6:1–4; 1. Mose 2:18,21–24; Epheser 5:25–31; Psalm 127:3–5; Matthäus 19:13–14; Sprüche 22:6; 6. Mose 6:5–7
     

Sexualität


Wir glauben, dass Gott die menschliche Sexualität geschaffen und bestimmt hat. Wir betrachten sie als natürlichen Bestandteil des Lebens. Die Bibel sagt, dass Gott den ersten beiden Menschen gesagt hat „Seid fruchtbar und vermehrt euch“. „Danach betrachtete Gott alles, was er geschaffen hatte. Und er sah, dass es sehr gut war.“ (1. Mose 1:31)

Es ist unsere Überzeugung, das heterosexuelle Beziehungen - wenn sie so praktiziert werden, wie Gott sie bestimmt und vorgesehen hat zwischen Erwachsen, die miteinander darin eingewilligt haben – ein reines und natürliches Wunder der Schöpfung Gottes sind und der Schrift zufolge zulässig sind.

  • 1. Mose 1:26–28, 2:18–25; Titus 1:15; Römer 13:10; Galater 5:22–23

 

Die Unantastbarkeit des Lebens


Wir glauben, dass das Leben des Menschen heilig ist, und dass jeder Mensch das gottgegebene Recht hat, mit Respekt als ein Wesen behandelt zu werden, dass als Ebenbild Gottes geschaffen wurde. Unsere Pflicht als Christen ist es, unseren Nächsten wie uns selbst zu behandeln, (Markus 12:31) ungeachtet seiner Rasse, seines Geschlechts, seines Glaubens, seiner Nationalität oder seines sozialen Status. Wir setzen uns jeder Form der Diskriminierung entgegen, jedem Vorurteil; und Gewalttätigkeit lässt sich nicht mir Gottes Plan vereinbaren.

Wir glauben, dass das Leben von der Empfängnis bis zum Tod ein kostbares Geschenk Gottes ist, das respektiert und gepflegt werden muss. Da Gott der alleinige Schöpfer des Lebens ist, glauben wir, dass der Zeitpunkt des Todes des menschlichen Lebens ebenfalls in Seinen Händen belassen werden sollte. (Psalm 31:15)

  • 1. Mose 1:27, 2:7; Psalm 139:14–16; Galater 6:10; Römer 2:11; 1. Korinther 16:14
     

Unsere Verantwortung als Staatsbürger


Wir betrachten es als die Pflicht der Gläubigen in jeder Hinsicht im Einklang mit christlichen Werten gute Bürger zu sein, sich ehrlich und rechtschaffen zu verhalten und zum Gemeinwohl beizutragen. Wir halten uns an die biblische Lehre: „Gehorche der Regierung, unter der du lebst.“ (Römer 13:1) Jedoch in Fällen, in denen die Gesetze oder Verordnungen den Glauben oder das Recht des Gläubigen missachten, seinen Glauben zu praktizieren, meinen wir, dass er sich von seinem Gewissen leiten lassen sollte. (Apostelgeschichte 5:27-29)

  • Römer 12:18, 13:1–7; 1. Petrus 2:17; Matthäus 22:20–21; Apostelgeschichte 4:19–20
     

Das zweite Kommen Christi


Wir glauben, dass die Schriftstellen, die die Zukunft der Welt vorhersagen, sich erfüllen werden, so wie sich viele andere biblische Vorhersagen durch die Zeitalter hindurch erfüllt haben. Es ist unser Glaube, dass wir jetzt in der Zeit leben, die in der Bibel als die „Letzten Tage“ bekannt sind, die sich auf die Zeit beziehen, die der Rückkehr Jesu Christi vorausgeht. (Timotheus 3:1) Seine Rückkehr auf die Erde wird ein neues Millennium des Friedens einläuten, Einstellung von Kriegen und Gewalt und Gerechtigkeit und Gleichheit für alle Menschen. (Mehr über unseren Glauben über die „Endzeit“ im Nachhinein.)

  • Daniel 12:4; Matthäus 24:29–31; Offenbarung 11:15; Daniel 2:44; Jesaja 11:9

Alle Bibelverse sind der Neuen Lutherbibel 2009 entnommen oder entsprechend gekennzeichnet.

 

Copyright © 2014 by The Family International. Alle Rechte vorbehalten.
Dieses Dokument oder Teile davon dürfen in keiner Weise reproduziert werden ohne die ausdrückliche schriftliche Genehmigung von The Family International

 

    Zurück

Copyright © 2015 by The Family International. Alle Rechte vorbehalten.